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Geographie

Geographie

Das Reservat Great Gobi B liegt im Südwesten der Mongolei. Es besteht aus weiten Ebenen mit Hügelzügen im Westen und Gebirgen von 2000 bis fast 4000 m ü. M im Osten. Der Lebensraum der Wildpferde liegt vor allem in den an Vegetation reicheren Gebieten mit „Gobs", die der Wüste ihren Namen geben.


Gobs sind unterirdische Wasserläufe, welche in den Gebirgsketten entspringen und Richtung Wüste fliessen. Sie machen das angrenzende Land zu Weideland. Einige dieser Quellen trocknen das ganze Jahr nicht aus - in diesen Gebieten sind vor allem Gräser vorzufinden.

 
Im Nationalpark gibt es sechs grosse Wasser-Quellen (Yolkhon, Takhin Us, Chonin Us, Gashuun Us, Gun Tamag und Toodog), die teilweise recht grossflächig sind. 

Welche Faktoren musste der neue Lebensraum erfüllen:
• Anwesenheit von Wasserquellen
• Natürliche Verstecke und wintersichere Einstände
• Geschützte Gebiete
• Weideertrag
• Geringe Anzahl blutsaugender Insekten
• Relativ geringe Präsenz von Hauspferden

Klima und Vegetation

Klima

In der Gobi B herrscht ein hochkontinentales Klima mit bis zu 75 Grad Celsius Temperatur-Differenzen während des Jahres und Tagesschwankungen von bis zu 25 Grad Celsius. Es ist geprägt von langen, kalten Wintern und kurzen, heissen Sommern; die sehr geringen Niederschläge fallen vorwiegend im Sommer und übersteigen 100 mm pro Jahr nicht.

Vegetation

In Takhintal überwiegen Gräser (Poaceae), Korbblütler (Asteraceae), Schmetterlingsblütler (Fabaceae) und Gänsefussgewächse (Chenopodiaceae). Im Frühling bedecken wilde Zwiebeln die Steppe und entlang der Quellen und Wasserläufe entwickelt sich eine dichte, grüne Vegetation. Der einst dominierende Saxaulbusch hat in den letzten Jahren abgenommen, da er als Brennholz verwendet wird. Nachhaltige Energienutzung soll den Bestand des Saxaul stärken.

Artenvielfalt in der Great Gobi B

Artenvielfalt in der Great Gobi B

Die bekanntesten Tiere der Great Gobi B sind das Wildpferd und der Khulan (Wildesel), sowie die äusserst gewandte Kropfgazelle. Das grösste Raubtier - der Wolf - ist häufig nur über Spuren oder Kot auszumachen; der Fuchs hingegen wird relativ häufig gesehen.

Katzenartige wie Luchs und Schneeleopard findet man im Südwesten der Gobi B, während sich sibirische Steinböcke eher im Gebirge aufhalten. Kleine Säugetiere wie der Langohr-Igel oder viele der 25 heimischen Nagerarten sind meist nachtaktiv.

Die Reptilienfauna ist klein; die bekannteste und meistgesehene Art ist die Krötenkopfagame.
97 Vogelarten verbringen das ganze Jahr oder Teile des Jahres in der Gobi B. Typisch ist das Steppenhuhn, welches morgens und abends an Wasserstellen beobachtet werden kann; eine der häufigsten Arten ist jedoch die Ohrenlerche.

Der Jungfernkranich, dessen Nest aus kleinen Steinen besteht, hat in der Bevölkerung eine besondere, mystische Bedeutung. In der Gobi B gibt es zwölf verschiedene Raubvogelarten, wobei Mönchs- und Bartgeier sowie Steppen- und Steinadler die eindrücklichsten sind.

Lebensraum Wildpferde

Lebensraum der Wilpferde

Takhintal ist Teil des ursprünglichen Lebensraums der Wildpferde. Die Quelle von Chonin Us mit ihrem Wasservorkommen ist ein wichtiges Winterhabitat für Takhis. Im Sommer wird das Gebiet intensiv durch Khulane und Gazellen genutzt sowie durch Küstenvögel und Entenarten. Das Gebiet Takhin Us und hier besonders Gun Tamag, war eine wichtige Wasserstelle für die letzten freilebenden Takhis.

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