Newsdetails
Die ITG und der mongolische Präsident
10.02.2011 16:13 von Jasmin Klett
Demokratie für den Naturschutz
„1990 haben wir die Macht vom Kreml in Moskau in die Mongolei zurückgebracht. Heute wollen wir sie von Ulaanbaatar zurück zum Volk vor Ort bringen“, so der mongolische Präsident TSAKHIA ELBEGDORJ. In diesem Sinne bemüht sich die ITG mit den Nomaden, der lokalen Bevölkerung, den lokalen und regionalen Behörden in den Dörfern und Gemeinden (Soums) sowie Aimags (einer Zwischenebene wie die schweizerischen Kantone) zusammenzuarbeiten.
Der Ausgangspunkt der ITG ist die Wiederansiedlung des in seinem Bestand stark gefährdeten Wildpferdes (Takhi) in seinen Stammlanden; es ist das Wahrzeichen der Great Gobi B. Die Sorge gilt dem gesamten Lebensraum und damit nicht nur den Tieren, sondern vor allem auch den Menschen. Der Naturschutz wird durch eine soziökonomische Zusammenarbeit ergänzt. Für die Nomaden im Parkbereich sollen alternative Einkommensmöglichkeiten erarbeitet werden, die mit der Naturreservat-Ordnung gut verträglich sind. Naturgemäss arbeitet die ITG dazu mit dem mongolischen Staat zusammen. Der Staatspräsident hat dem Präsidenten beim Besuch in der Schweiz, im Aargau, einen neuen Zusammenarbeitsvertrag für das Jahrzehnt 2011 bis 2020 überreicht. Er gründet unter anderem auf dem neu ausgearbeiteten Managementplan. Die ITG hat ihn zusammen mit dem kompetenten Team von 12 gut ausgebildeten, einheimischen Rangern zu Händen des Umweltministeriums erarbeitet und darin die nötigen Ziele und Massnahmen zum umfassenden Schutz bestimmt. Nun soll die Umsetzung dieser Vorstellungen mit der Bevölkerung und den lokalen und regionalen Behörden (der Soums sowie Aimags) von unten her organisiert werden. Im vorgegebenen Rahmen sollen die Beteiligten den Nationalpark tragen und gestalten. Dazu organisiert die Schweizerische Eidgenossenschaft, konkret die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) gemeinsam mit der ITG im Juni 2011 eine Konferenz im Camp des Nationalparks.
Dieser demokratische Ansatz trifft sich mit dem Bemühen des Staatspräsidenten, sich über die direkte Demokratie und den Föderalismus in der Schweiz zu informieren. In diesem Sinne verwendete sich die ITG für einen Besuch des Staatspräsidenten der Mongolei im Aargau und ans Zentrum für Demokratie Aarau. Der Besuch fand am 24. Januar 2011 statt. Der Regierungsrat des Kantons Aargau organisierte diesen Studienbesuch grosszügig und arbeitete sehr aktiv mit. Im Anschluss daran, konnte ein Besuch beim höchsten Schweizer, Nationalratspräsident Jean-René Germanier, im Bundeshaus und ein Gespräch mit Direktor Dr. Martin Dahinden, DEZA, vermittelt werden. Nächste Informationen sind auf Ende Februar/anfangs März in Aarau und dann vorab Ende Mai vor dem Parlament der Mongolei geplant.


