Probleme und Lösungsansätze
Probleme und Lösungsansätze
Zum Heizen werden oft Pflanzen verwendet, die stark bedroht sind. Der Saxaul-Strauch war bis vor zwei Jahrzehnten ein sehr häufiges Gewächs in der Gobi B. Aus Mangel an alternativen Heizmethoden wurde er von den Nomaden oft als Feuermaterial verwendet. Das Ergebnis ist eine rapide Bestandsabnahme.
Mittlerweile wird der Strauch von der IUCN als „stark gefährdet“ eingestuft. Die ITG hat Projekte angeregt, die alternative Energiequellen in den Fokus nehmen, um den Saxaul-Busch zu entlasten.
Basis des Nomadentums ist die Viehwirtschaft. Doch es wird für die Nomaden zunehmend schwieriger ihren Lebensunterhalt allein damit zu bestreiten. Die wichtigsten Vieharten sind Ziegen, Kamele, Rinder, Pferde und Schafe. Sie versorgen eine Familie mit den wichtigsten Alltagsprodukten: Fleisch, Milch, Kaschmir, Wolle und Haut.
Die ITG erarbeitet Projekte, die die Produktion lokaler Produkte unterstützt. Durch die Herstellung von traditionellen mongolischen Artikeln wie Filzprodukten, Teppichen, Lederwaren und Schnitzereien soll es den Nomaden möglich sein, sich ein weiteres Standbein neben der Viehwirtschaft zu schaffen.
Ein weiteres Problem im Naturreservat Great Gobi B ist die Wilderei von Khulanen und Kropfgazellen. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung und dem Mongolischen Umweltministerium bildet die International Takhi Group Ranger aus, die für den Schutz der Gobi sorgen. Bildungseinrichtungen werden eingerichtet und unterstützt.
Gezielte Aufklärungsarbeit, nachhaltige Energienutzung und alternative Einkommensquellen neben der Viehwirtschaft sind der Weg zu einem friedlichen Miteinander von Mensch und Tier in der Gobi.





